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Stromverteilungssysteme in der chemischen Industrie

Power Distribution Module (PDM)

Das sind Stromverteilungs-Systeme nach dem Baukastensystem, die sich wahlweise auf der Montageplatte im Schaltschrank als auch – durch Drehen der Montageflansche um 180° - in einen 19“ Rahmen montieren lassen. Diese bieten dem Anwender den Vorteil, nur ein System für mehrere Abwendungen bevorraten und dokumentieren zu müssen.

Stromverteilung mit redundanter Einspeisung (Prinzipdarstellung)

Aktuelles Projekt in einem Chemiepark

Die E-T-A Spezialisten konzipierten einen kompakten Verteiler mit 4 HE, der redundant aus zwei Stromquellen über frontseitige Federkraftklemmen eingespeist werden kann. Hierfür sind Entkopplungsdioden bis zu 80 A Stromtragfähigkeit bereits integriert. Durch steckbare Brücken an den Einspeiseklemmen lässt sich die Redundanz aufheben. Ein analoges Messgerät zeigt den Gesamteinspeisestrom an. So kann das Servicepersonal auf einen Blick Unregelmäßigkeiten im Verbrauch erkennen.

Selektive Auslösung im Fehlerfall  - auch bei sehr langen Lastleitungen

Ausgelegt ist der Verteiler für 30 Lastkreise, die mit elektronischen Schutzschaltern vom Typ ESS20 oder ESS30 (beide mit galvanischer Trennung) bestückt werden. Dies gewährleistet eine selektive Auslösung im Fehlerfall auch bei sehr langen Lastleitungen. Die vorhandene aktive Strombegrenzung in den Schutzschaltern verhindert auch eine Überlastung der Leitungen und schützt die angeschlossenen Verbraucher. Der begrenzte Kurzschlussstrom vermeidet eine Überlastung der Stromquellen (insbesondere bei Schaltnetzteilen) und das Abregeln der Versorgungsspannung. Dies verhindert den Ausfall kompletter Systeme.

Elektronischer Schutzschalter ESS20

Lastkreisabtrennung    
mit galvanischer Trennung
Abschaltzeiten:
bei Kurzschluss: typ. 100 ms
bei Überlast: typ. 3...5 s

Elektronischer Schutzschalter ESS30-S

Lastkreisabtrennung
mit galvanischer Trennung
Abschaltzeiten:
bei Kurzschluss: typ. 150 ms...500 ms
bei Überlast: typ. 500 ms

Systemverfügbarkeit erhöhen

Das Auslösen eines Schutzschalters geht über eingebaute Signalkontakte potenzialfrei als Sammelmeldung an die Steuerzentrale. Dabei sind alle Schließer in Reihe geschaltet und durch das Ruhestromprinzip wird die Meldeschleife auf mögliche Unterbrechungen überwacht. Der Anschluss erfolgt ebenfalls an den Rangierwaben. Die gesamte interne Verdrahtung geschieht über eine Leiterplatte. Dies erhöht die Verfügbarkeit des Systems.

Schneller und problemloser Anschluss

Alle Lastleitungen werden über die integrierten Rangierverteiler für Plus- und Minuspol angeschlossen. Die wartungsfreie Federkrafttechnik erlaubt einen schnellen und problemlosen Anschluss und spart dem Nutzer Zeit. Die Kabel können über das Managementsystem unterhalb der Verteilung zugeführt werden, der obligatorische Kabelkanal kann entfallen. Die Rangierebenen von Kabelführung und Anschlussklemmen sind dabei optimal aufeinander abgestimmt.

Einfache und schnelle Montage

Der Einbau des Verteilers „PDM“ (Power Distribution Modul) als kompakte Einheit kann durch 180° Drehung der seitlichen Montagewinkel sowohl im 19“ Rahmen als auch direkt auf die Montageplatte im Schaltschrank erfolgen. Die Befestigung geschieht mit nur vier Schrauben. Dadurch wird ein kompletter Verteiler einfach und schnell montiert. Es brauchen dann nur die Zu- und Ableitungen angeschlossen werden. Dies sorgt für eine hohe Servicefreundlichkeit. Dies spiegelt sich auch in der mitgelieferten Dokumentation wieder, da sich die verfügbaren Planungsbausteine in gängige Planungstools (z. B. EPLAN) einbinden lassen.

Die langjährige Erfahrung von E-T-A und die Verwendung erprobter Bausteine stellt sicher, dass der Stromverteiler auch in seiner Gesamtfunktion geprüft ist.

Baukasten mit System