1 Schaltgeräte für Schaltnetzteile – Einschaltstrombegrenzer

1.2 Was ist problematisch an kapazitiven „inrush currents“?
Verzichtet man auf einen sogenannten „Einschaltstrombegrenzer“ oder ein „Soft-Start-Modul“ treten sehr hohe Ladeströme bzw. „inrush currents“ im Einschaltaugenblick auf. Der nachfolgende Signalverlauf zeigt Spannungs- und Stromverläufe einer 240 W LED-Beleuchtungsanlage nach dem Einschaltaugenblick zu TEIN mit einen Nennstrom von 1 A. Auftretende Ladeströme können im Bereich des 40 fachen bis 100 fachen Nennstroms liegen.
1.3 Woran erkenne ich kapazitive „inrush-currents“ und wo ist das Problem?
Kapazitive „inrush-currents“ verursachen während des EIN-Schaltens durch Prelllichtbögen erhebliche Belastung der Kontakte eingesetzter Schaltgeräte. Abhängig vom Typ des Schaltgeräts kommt es zu einer signifikanten Verringerung der Lebensdauer bzw. max. Schaltzyklen. Es gibt mehrere Möglichkeiten Handlungsbedarf zu erkennen:
- Idealfall: Datenblatt des Netzteil-Herstellers
- Amplitude Ladestrom: ≤ 4 bis 6 mal Nennstrom
- Dauer Ladestrom, hier 3 τ: ≤ 2 ms
- Wiederholter oder vermehrter Ausfall von Vorschaltgeräten
- Auslösung vorgelagerter Schutzschalter oder Sicherungen
1.4 Was kann getan werden?
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Als technischer Partner beraten wir Sie bzgl. der Auswahl robuster E-T-A-Geräteschutzschalter für das betriebsmäßge Schalten und Absichern Ihrer Geräte.
Abhängig von der Höhe des betriebsmäßigen Stroms beraten wir Sie ebenfalls über die Möglichkeiten des kombinierten Einsatzes von Geräteschutzschaltern mit Soft-Start-Modulen auf NTCs-Basis, Phasenabschnitt-Dimmern und weiteren energieeffiziente Lösungen.




