IP-Schutzart

Das Hauptanliegen von E-T-A ist neben dem Schutz elektrischer Anlagen vor allem der Schutz von Personen. Hierbei kann es sich um elektrotechnische Fachkräfte oder Laien handeln.

Schutz von Personen und Geräten durch Gehäuse

Die Gehäuse unserer Produkte schützen:

  • Personen vor dem Zugang zu gefährlichen Teilen in ihrem Inneren
  • Geräte vor dem Eindringen von Fremdkörpern und dem Eindringen von Wasser von außen

Abhängig vom Einsatzort - Haushalt bis industrielle Schaltanlage - und den Umgebungsbedingungen - Reinraum bis Motorraum - werden Geräte gemäß des Schutzgrades ihrer Gehäuse ausgewählt. Um den Einbau und Tausch von Geräten für den Anwender so einfach wie möglich zu gestalten, werden nachfolgend einige häufig gestellte Fragen zur IP-Schutzart erläutert.

Wie wird die Schutzart eines Gerätes angegeben?

Die Schutzart von Geräten ist je nach Anwendung normativ geregelt. Für elektrische Betriebsmittel der Niederspannung gilt die DIN EN 60529. Im Fall elektrischer Betriebsmittel in straßengebundenen Fahrzeugen gilt hingegen die ISO 20653. Beide Normen nutzen den IP-Code. Die Aufgliederung des IP-Codes zeigt Abb. 1.

Falls eine der Kennziffern nicht angegeben werden muss, so wird diese durch »X« ersetzt. Die Schutzart eines Gerätes ist auf dem Gehäuse oder im Datenblatt zu finden. Hierbei kann die Schutzart von der Art der Montage abhängig sein.

Was bedeuten die Zeichen des IP-Codes?

Die IP-Bezeichnung kennzeichnet den Schutzgrad. Kennziffer 1 gibt den Schutz- grad von Personen gegen das Berühren gefährlicher Teile bzw. den Schutzgrad gegen das komplette Eindringen von festen Fremdkörpern an (s. Tabelle 1).

Mit Hilfe von Kennziffer 2 wird angegeben, wie das Gehäuse das Innenleben vor dem Eindringen von Wasser schützt. (s. Tabelle 2)

Der zusätzliche Buchstabe kennzeichnet den Schutz von Personen gegen den Zugang zu gefährlichen Teilen. Dieser Buchstabe wird lediglich dann angegeben, wenn:

  • der tatsächliche Schutz höher ist als durch Kennziffer 1 angegeben
  • nur der Schutz vor Zugang zu gefährlichen Teilen angegeben wird

(s. Tabelle 3)

Mit Hilfe eines ergänzenden Buchstabens können weitere Informationen über ein Produkt angegeben werden. Die zugehörige Produktnorm muss hierbei das Vorgehen zur Verifikation des Buchstabens angeben.

(s. Tabelle 4)

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