Keine Chance für Staub und Wasser

Die professionelle Lösung für Überströme sind rückstellbare Schutzschalter. Verschmutzen oder korrodieren diese jedoch im Laufe der Zeit, erfüllen sie ihre Funktion nicht mehr zuverlässig. Bei rauen oder extremen Umwelteinflüssen ist eine passende Dichtung daher unverzichtbar.

Schutzschalter schlummern die meiste Zeit im Verborgenen. Wenn es jedoch brenzlig wird, haben sie sofort alles unter Kontrolle und schalten Überströme blitzschnell ab. Voraussetzung für eine reibungslose Funktion ist jedoch, dass die Schutzschalter während des Betriebs keinen Schaden nehmen. Ein Risiko stellen raue Umwelteinflüsse dar. Ohne eine passende Abdichtung können Staub und Flüssigkeiten ungehindert ins Innere der Schutzschalter dringen. Die Folge sind korrodierte Bimetalle, verschmutzte Kontakte und schwergängige Schaltschlösser. Nächste Überstromauslösung: ungewiss!

Hauptrisiko Betätigungsbereich

Grundsätzlich gilt: Der Betätigungsbereich eines Schutzschalters stellt das höchste Risiko dar. Ist dieser nicht abgedichtet, können Staub und Flüssigkeiten, wie Regenwasser, Putzmittel oder Blut in der Medizintechnik, einfach in den Schutzschaltergelangen. Denn alle Betätigungselemente, wie beispielsweise Kipphebel oder Rückstellknöpfe, haben einen umseitigen Luftschlitz. Auch wenn dieser noch so klein ist, bedeutet dies freie Fahrt für Feinstaub und Flüssigkeiten. Daher bietet E-T-A für zahlreiche Schutzschalter optionale Schutzkappen an. Sie sind typischerweise aus PVC oder Silikon und können aufgeschraubt oder aufgesteckt werden. Für mehrere Serien gibt es sogar werksseitig vormontierte Abdichtungen.

Zusätzliche Abdichtung der Einbauöffnung

Eine weitere Schwachstelle ist die Einbauöffnung des Schutzschalters. Ist diese nicht zusätzlich abgedichtet, können Staub und Flüssigkeiten durch sie oftmals ungehindert in den Innenraum der Geräte und Maschinen gelangen und erheblichen Schaden anrichten. Die Lösung sind hier Abdichtungen, die sowohl den Betätigungsbereich als auch die Einbauöffnung des Schutzschalters abdichten. Ein Beispiel hierfür ist der Snap-in Schutzschalter Typ 3120 mit Faltenbalgdichtungen. Bei der Montage des Schutzschalters presst sich eine umlaufende Gummilippe automatisch fest an das Gehäuse, wodurch die Einbauöffnung zusätzlich zuverlässig geschützt ist. Auf diese Weise lassen sich Schutzarten bis zu IP65 erreichen. Reicht dies nicht aus, muss geschraubt werden. Denn nur mit professionellen »Aufschraublösungen« lässt sich ein zuverlässiger Zweifachschutz – Schutz des Betätigungs- und des Einbaubereichs – mit der Schutzart IP66 und IP67 erreichen.

Rückseitiger Schutz des Anschlussbereichs

Die optimale Abdichtung des Betätigungs- und des Einbaubereichs eines Schutzschalters ist jedoch immer dann weitestgehend zwecklos, wenn Staub und Flüssigkeiten über andere Wege während des Betriebs in den Innenbereich der Geräte und Maschinen gelangen können. In diesen Fällen ist unbedingt zusätzlich noch der Anschlussbereich des Schutzschalters abzudichten. Denn auch hier kann in aller Regel Schmutz und Wasser ungehindert eintreten. E-T-A bietet daher auch für den Anschlussbereich zahlreiche Dichtungslösungen an, wie z. B. für den Kombi-Schutzschalter Typ 1110.