Plötzlicher Hitzetod ausgeschlossen

Zuverlässige Absicherung von Elektromotoren
Unnötige Frühauslösungen sind daher unbedingt zu vermeiden. Nur so lässt sich eine hohe Zufriedenheit des Produktanwenders – in diesem Fall der Betreiber des Gartenhäckslers – erreichen. Das bedeutet, dass das Schutzelement exakt an die Grenztemperaturkennlinie des Motors angepasst werden muss.
Übererwärmungen von Motoren können direkt oder indirekt erfasst werden. Bei der direkten Temperaturüberwachung kommen entweder PTC-Thermistoren oder Bimetall-Temperaturbegrenzer zum Einsatz. Sie erfassen direkt die Temperatur in bzw. an der Motorwicklung. Bei der indirekten Temperaturüberwachung mit Schutzschaltern dagegen wird der Stromfluss in der Zuleitung gemessen. Die Stromaufnahme des Motors dient dabei als Maß für seine Erwärmung. Je höher der Überlaststrom, desto schneller wird die zulässige Grenztemperatur des Motors erreicht. Entsprechend kürzer ist demzufolge auch die zulässige Belastungszeit.
Die im Bereich Motorschutz am häufigsten eingesetzten Schutzschalter arbeiten mit Thermo-Bimetallen. Mit der steigenden Belastung des Motors erhöht sich auch der Stromfluss durch das Bimetall, wodurch es sich erwärmt. Das Metall mit dem größeren Wärmeausdehnungskoeffizienten dehnt sich stärker als das andere, wodurch sich das Bimetall krümmt. Bei einer unzulässig hohen Belastung löst es schließlich die Schaltmechanik gegen den Druck einer Feder aus.

Vorteile der indirekten Temperaturüberwachung mit Schutzschaltern
Vorteil 1: Beliebiger Einbauort
Thermistoren und Temperaturbegrenzer erfassen direkt die Temperatur des Motors, weshalb sie auch im oder in unmittelbarer Nähe des Motors platziert werden müssen. Da die Schutzschalter die Temperatur nur indirekt über den Stromfluss erfassen, können sie nahezu an jeder beliebiger Stelle in einem Gerät oder in einer Maschine verbaut werden. Der Rückstellknopf des Schutzschalters kann so problemlos an gut sichtbaren und gut bedienbaren Stellen platziert werden.
Vorteil 2: Zahlreiche Zusatzfunktionen
Die Hauptfunktion eines Schutzschalters besteht in der Abschaltung schädlicher Überströme. Doch Schutzschalter können mehr. Sogenannte Kombi-Schutzschalter dienen gleichzeitig als Ein- und Ausschalter von Geräten und Maschinen. Ist zusätzlich ein Wiederanlaufschutz nach einer Spannungsunterbrechung gefordert, kann der Kombi-Schutzschalter zusätzlich mit einer Unterspannungsauslösung ausgestattet werden.
Vorteil Nr. 3: Kundenspezifische Justierung
Schutzschalter mit Streifen-Bimetallen als Auslöseorgane lassen sich über eine Einstellschraube, die direkt auf die Vorspannung des Bimetalls einwirkt, individuell justieren. Die Zeit-/Stromkennlinien der eingesetzten Schutzschalter können optimal an die Grenztemperaturkennlinie der eingesetzten Motoren angepasst werden. So wird die Motorleistung bestmöglich ausgenutzt. Ziel der Schutzschalter-Dimensionierung ist stets, unnötige und für den Anwender nervige Frühauslösungen zu vermeiden und schädliche Überströme kompromisslos abzuschalten.
Teaserfoto: © Osterland/Fotolia.com



