Engineering Technology

RoHS und bleifrei: der aktuelle Stand

Die Europäische Richtlinie 2011/65/EU (vormals 2002/95/EG) betrifft die Beschränkung der Verwendung gefährlicher Substanzen (engl. "reduction of hazardous substances" - RoHS) in elektrischen und elektronischen Geräten und ist zum 3. Januar 2013 in Kraft getreten. Die folgenden Substanzen sind von der Schadstoffdirektive betroffen:

  • Blei (Pb)
  • Quecksilber (Hg)
  • Cadmium (Cd)
  • sechswertiges Chrom (Cr VI)
  • polybromiertes Biphenyl (PBB)
  • polybromiertes Diphenylether (PBDE)

Ziel ist nicht der vollständige Ersatz dieser Substanzen. Vielmehr haben die nationalen Legislativen die Aufgabe, entsprechende Grenzwerte festzulegen.

Da eine vollständige Vermeidung von Schwermetallen und bromierten Flammhemmern nicht erreichbar sein wird, sollen bestimmte Konzentrationen an Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertigem Chrom, polybromierten Biphenylen (PBB) oder polybromierten Diphenylethern (PBDE) in den Werkstoffen toleriert werden. Folgende Konzentrationshöchstwerte wurden festgelegt (Anhang II der RoHS-Richtlinie):

Blei 0,1 % des Gewichts = 1000 mg/kg = 1000 ppm
Quecksilber 0,1 % des Gewichts = 1000 mg/kg = 1000 ppm
Cadmium 0,01 % des Gewichts = 100 mg/kg = 100 ppm
Chrom VI 0,1 % des Gewichts = 1000 mg/kg = 1000 ppm
PBB/PBDE 0,1 % des Gewichts = 1000 mg/kg = 1000 ppm

Alle E-T-A Produkte - egal ob Schutzschalter oder Elektronik-Geräte – sind in Bezug auf Quecksilber, Chrom VI, PBB und PBDE RoHS-konform, da die Grenzwerte für diese Substanzen nicht überschritten werden. Der Schadstoff Blei ist in unseren Produkten nur innerhalb der Grenzwerte enthalten, wie sie in Anhang III, Nr. 6 der RoHS-Richtlinie festgelegt sind. Cadmium kommt nur in einigen wenigen Geräten vor. Es ist in elektrischen Kontakten erlaubt nach Anhang III, Nr. 8b. Darüber hinaus entsprechen alle E-T-A Geräte der seit 1. Juli 2008 gültigen Forderung nach DecaBDE-Freiheit.