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Temperaturverhalten

Temperaturverhalten

Die Zeit/Strom-Kennlinien beziehen sich in der Regel auf eine Umgebungstemperatur von 23°C. Die thermischen und thermisch-magnetischen Schutzschalter sind mit wenigen Ausnahmen nicht temperaturkompensiert und geben somit ein Abbild des zu schützenden Verbrauchers wieder. Die Belastbarkeit ist also abhängig von den Umgebungstemperaturen.

Die Abschaltzeiten bei thermischer Auslösung werden kürzer bei höheren und länger bei niedrigeren Umgebungstemperaturen. Um bei Schutzschaltern, die ständig entweder bei hohen oder niedrigen Umgebungstemperaturen eingesetzt sind, eine vorzeitige oder späte Abschaltung zu vermeiden, muss der Schutzschalternennstrom mit einem Temperaturfaktor multipliziert werden:

Umgebungstemperatur °C -20 -10 0 +23 +40 +50 +60

Temperaturfaktor (Richtwerte) 0,76 0,84 0,92 1 1,08 1,16 1,24

Beispiel: IN = 10 A bei 50°C bedeutet 10 A x 1,16 = 11,6 A.

Es ist ein Schutzschalter mit IN 12 A zu wählen.

Die Funktion der magnetischen Schutzschalter und der Typen 1410 wird in diesem Temperaturbereich nur unwesentlich beeinflusst.

Reihenmontage

Bei Reihenmontage mit gleichzeitiger und gleichmäßiger Belastung tritt eine gegenseitige thermische Beeinflussung auf. Diese Beeinflussung kommt einer Erhöhung der Umgebungstemperatur gleich. Sie hängt ab vom Nennstrom, der Geräteanzahl, dem Geräteabstand und der Belüftung.

Der Gerätenennstrom kann nur zu 80 % geführt oder muss entsprechend überdimensioniert werden!

Fragen Sie bitte nach dem max. zulässigen Strom bei der von Ihnen geplanten Reihenmontage.

Bei einigen Anwendungen werden Kurzzeitbelastungen mit höheren Strömen (z. B. Fernauslösespulen oder höhere Nennströme) benötigt. Um die zulässige Erwärmung nicht zu überschreiten, wird die Einschaltdauer (%-Wert bezogen auf die Zyklusdauer) begrenzt.

So bedeutet z. B.:

50 % ED / 60 min: Belastungsdauer 30 min - unbelastet 30 min

oder

1 % ED / 10 sec: Belastungsdauer 0,1 sec - unbelastet 9,9 sec.