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FAQ - Fragen zu Vorschriften und Normen beim Einsatz von Schutzschaltern

Hier finden Sie Antworten auf Fragen zu den Themen:  Normen und Vorschriften beim Einsatz von Schutzschaltern, Geräteschutzschaltern, Sicherungsautomaten.

Euro 6 und Tier4f – Wie kann die Elektrik einfach und sicher getrennt werden?

Euro 6 und Tier4f  – Abgasnorm für Lkw, Busse, Bau und Landmaschinen sowie Sonderfahrzeuge

Für LKW-Neuzulassungen in Europa ist die Reduktion von Schadstoffen entsprechend der neuesten Norm Euro 6 seit Januar 2013 bindend. Für PKWs ist die Vorgabe seit August 2014 vorgeschrieben. Für Baumaschinen wird international die amerikanische Abgasnorm Tier4f herangezogen. Dazu gibt es eine Reihe interessanter Fragestellungen.

Welche Techniken kommen zur Erfüllung der Abgasnorm für Kraftfahrzeuge zum Einsatz?

Für kleine Dieselmotoren reicht ein Dieselpartikelfilter. Für größere Motoren muss das Abgas aktiv nachbehandelt werden. Das geschieht über einen Katalysator – auch als SCRT (selektive katalytische Reduktion) bezeichnet. Dabei wird unter anderem eine Harnstofflösung (Markenname »AdBlue«) dem Abgas zugeführt, um die Stickoxide zu reduzieren.

Was bedeutet das für die Fahrzeugelektrik?

Eine einfache und sichere Trennung der Elektrik nach dem Abschalten des Fahrzeuges ist nicht mehr möglich. Zum Beispiel benötigt die Harnstoffpumpe eine Nachlaufzeit von ca. 180 Sek. Vor dem Trennen der Energieversorgung wird das Harnstoffröhrchen entleert. So kann keine Kristallisierung auftreten.

Wie kann eine verzögerte Abschaltung der elektrischen Energie erfolgen?

Für die Trennung der Energieversorgung waren bisher sehr häufig rein mechanische Batterietrenner (»Nato-Knochen«) im Einsatz. Das ist jetzt nicht mehr möglich. Hier muss nun ein elektronisch gesteuerter Trennschalter eingesetzt werden. E-T-A bietet dazu das hybride Leistungsrelais HPR10 mit einer verzögerten Abschaltung. So kommt es nicht zum unkontrollierten Abschalten des Systems, da dies mit hohen Reparaturkosten verbunden wäre.

Sind Nutzfahrzeuge mit gesteuerten Batterietrennschaltern bereits im Einsatz?

Ja. Sowohl unser ADR Batterietrennschalter BMS01 als auch das Leistungsrelais HPR10 sind bereits in Sonderfahrzeugen in Verwendung. Dies reicht vom Transport von Schwerlastgütern, über Mobilkräne bis hin zu THW-Blaulichtfahrzeugen und Baumaschinen für den Einsatz in Minen.

Wie lange beträgt die notwendige Nachlaufverzögerung?

Laut Motorenhersteller ist eine Verzögerung von 2-5 Minuten notwendig. Der Typ HPR10 hat eine programmierte Nachlaufzeit, d. h. der Anwender kann einfach den Zündschlüssel drehen und gehen. Das Relais schaltet dann nach der eingestellten Zeit die Energieversorgung automatisch ab.

Was bedeutet UL?

UL ist die amerikanische Zulassungsstelle für Geräteschutzschalter und andere elektrische Produkte ähnlich wie der VDE für Deutschland. Die Abkürzung UL steht für Underwriters Laboratories Inc.. UL Prüf- und Zertifizierungslabors gibt es inzwischen nicht nur in den USA, sondern auch in vielen anderen Ländern. In Deutschland arbeitet UL eng mit dem VDE zusammen.

Was versteht man unter dem Schaltvermögen Icn nach EN 60934 und dem Schaltvermögen nach UL 1077?

Unter dem Schaltvermögen Icn nach EN 60934 ist der Strom gemeint, der mindestens dreimal sicher geschaltet werden kann, d. h. einmal Abschalten beim Auftreten eines Fehlers und zweimal Wiedereinschaltung bei dem noch bestehenden Fehler. Danach muss der Geräteschutzschalter noch bedingt funktionsfähig sein.

Wird das Schaltvermögen nach UL 1077 angegeben, dann darf der Geräteschutzschalter nach der Abschaltung funktionsunfähig sein, muss jedoch in Verbindung mit einer Vorsicherung („backup fuse“) die »Fail-Safe«-Forderung erfüllen, d.h. es darf kein Schaden an umgebenden Teilen auftreten.
Das Schaltvermögen bezieht sich immer auf den prospektiven Kurzschlussstrom, d. h. auf den Strom, der im Kreis fließen würde, wenn der Geräteschutzschalter durch einen Leiter mit vernachlässigbarer Impedanz ersetzt werden würde.

Wo finde ich Informationen über Schutzarten elektrischer Betriebsmittel?

In der DIN EN 60 529 /VDE 0479, Teil 1 (entspricht der deutschen Fassung von IEC 60 529).
Die Schutzart besteht grundsätzlich aus den Buchstaben IP und zwei Kennziffern. Die erste Kennziffer gibt den Berührungs- und Fremdkörperschutz und die zweite Kennziffer den Wasserschutz an.

Einen Überblick zum Thema "Technische Informationen" können Sie sich auch herunterladen:

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